Die richtige Schwimmbadwasserpflege

Für den ungetrübten Badespaß ist die richtige Pflege des Schwimmbadwassers wichtig, denn schönes sauberes, klares Wasser, so soll Ihr Schwimmbecken aussehen. Zur richtigen Wasserpflege gehört
  • die physikalische Aufbereitung des Wassers durch Installation von Filter- und Umwälzanlagen und
  • die chemische Wasseraufbereitung durch entsprechende Pflegemittel.
Einige wertvolle Tipps zur Wasserpflege und Hilfe bei Wasserproblemen finden Sie auch auf den Internetseiten von Bayrol und von Unipool:

Die physikalische Wasseraufbereitung: Generell wird empfohlen, die Filterpumpe so lange in Betrieb zu lassen, dass das gesamte Wasservolumen mindesten 2 - 3 mal pro Tag umgewälzt wird. In der Regel entspricht das einer Filterlaufzeit von 6-8 Stunden pro Tag.

Verwenden Sie eine Sandfilteranlage, muss jede Woche rückgespült werden. Dadurch wird Ihr Schwimmbadwasser mit Frischwasser angereichert. Andere Filterarten müssen ebenfalls gereinigt werden und wöchentlich sollten mindestens 3% des Wassers durch Frischwasser ersetzt werden.

Fremdkörper, die sich trotzdem noch im Wasser befinden, werden mit einem Kescher manuell beseitigt oder sie werden mittels eines automatischen Bodensaugers abgesaugt.

Die chemische Wasseraufbereitung: Gerade bei der Pflege des Schwimmbadwassers gibt es immer wieder Probleme. Die Hersteller der Wasserpflegemittel, wie Bayrol und Unipool, machen zwar die Pflege durch aufeinander abgestimmte Pflegeprogramme so einfach wie möglich, ein paar sehr wichtige Punkte müssen jedoch in jedem Fall beachtet werden.

  • Damit die Dosierung in Ihrem Pool stimmt, müssen Sie wissen, was "drin" ist. Also als erstes das Wasservolumen errechnen! (Länge x Breite x Tiefe = cbm im einfachsten Fall)
  • PH-Wert messen und regulieren. Wird dieser Punkt vernachlässigt, verschenken Sie bares Geld!
  • Erst dann kommen die Schritte Desinfektion, Algenverhütung und Flockung an die Reihe. Dabei die richtigen Dosiermengen für das Wasservolumen Ihres Pools beachten!

Die Schritte der chemischen Wasseraufbereitung im Einzelnen:

1. Die pH-Wert Regulierung
Die pH-Wert-Regulierung ist Vorraussetzung für die richtige Schwimmbadwasserpflege. Der ideale pH-Wert liegt zwischen 7,0 und 7,4. Je nach Wasserhärte und Temperatur kann der Wert jedoch stark schwanken und sollte regelmäßig überprüft werden.

Ist der pH-Wert zu niedrig (zu sauer) oder zu hoch (zu alkalisch) können folgende Probleme auftreten:
Ein zu hoher pH-Wert bedeutet, dass dieses Wasser den Schutzmantel Ihrer Haut angreifen kann. Die Desinfektionswirkung des Chlors nimmt ab, die Flockung wird verschlechtert, es kommt zu Kalkausfällungen. Ein zu niedriger pH-Wert lässt das Wasser so sauer werden, dass selbst die wertvolle Schwimmbad-Technik und die Armaturen angegriffen werden. Mörtelhaltige Fugen werden angegriffen und auch hier wird die Flockung verschlechtert.

Ob das Wasser Ihres Schwimmbeckens im idealen neutralen Bereich liegt (pH-Werte zwischen 7,0 und 7,4) können Sie mit einem kleinen Testset selbst schnell messen. Zur Anhebung des pH-Wertes verwenden Sie pH-Heber, zur Absenkung den pH-Senker, die entsprechend der Gebrauchsanweisung dosiert werden.

2. Die Wasser-Desinfektion
Das Baden im eigenen Pool soll nur Spaß und Fitness bringen - keine Gefahren für die Gesundheit. Deshalb muss Schwimmbad-wasser in jedem Fall desinfiziert werden, denn nicht nur Badegäste, sondern auch Tiere können Bakterien, Pilze, Krankheitserreger in das Schwimmbad einschleppen. Um die regelmäßige Wasserpflege zu einfach wie möglich zu machen, werden verschiedene Desinfektions-Programme angeboten.

Für die problemlose Dauer-Desinfektion von Becken mit mehr als 20 Kubikmetern Wasser sind die großen, langsam löslichen Riesen-Chlortabletten die geeignete Möglichkeit.

Für kleinere Becken oder für die vorübergehende Chlorung sind die kalkfreien, schnell löslichen Chlorprodukte ideal, die es zum Beispiel als Granulat oder als Chlortabletten gibt. Besonders für die Stoßchlorung, die zum Beispiel dann nötig ist, wenn besonders viele Menschen sich im Wasser getummelt haben oder wenn das Wasser trübe oder veralgt ist, lassen sich diese schnellwirkenden Desinfektionsmittel einsetzen.

Um die Schwimmbadwasserpflege so einfach wie möglich zu machen gibt es mittlerweile einige Komplettpflegeprodukte, die die 3 Pflegeschritte Desinfektion, Flockung und Algenverhütung in einem Handgriff erledigen.

Auch die chlorfreie und milde Wasserdesinfektion mit Aktivsauerstoff-Präparaten ist möglich.

3. Die Algenbekämpfung

Die Algen als pflanzliche Mikroorganismen sind überall in der Natur - und sie werden auch schnell ins Schwimmbecken eingetragen. Damit sie dort nicht als Nährboden für Bakterien dienen, muss das Algenwachstum verhindert werden. Desinfektionsmittel reichen in der Regel nicht aus, da Algen gegen Chlor resistent werden können.

Vorbeugen ist besser als heilen. Eine rechtzeitige Prophylaxe mit Algenverhütung, z.B. Desalgin von Bayrol oder Algenvernichter von Unipool hemmt das Wachstum der Algen.

4. Die Flockung

Es gibt Wassertrübungen durch feine Partikel, die sich einfach nicht herausfiltern lassen. Mit Hilfe der Flockung macht man diese Schwebepartikelchen filtrierbar. Die sich vor dem Filter bildenden Flocken hüllen feinst verteilte Schmutzteilchen ein. Diese Focken sind dann groß genug, dass sie im Sandfilter zurückgehalten werden. Mit dem nächsten Rückspülen sind diese Schmutzstoffe dann verschwunden.

Zusätzlich unterstützt eine gute Flockung die Kapazität des eingesetzten Desinfektionsmittels. Die Wasserqualität wird allgemein verbessert. Das Resultat ist kristallklares Wasser.

Weitere Wasserpflegemittel

Das Überwinterungsmittel ist eine Hilfe, Ihren wassergefüllten Pool auch ohne Filterkreislauf und Wasserpflege gut über die kalte Jahreszeit zu bringen. Es hält das Wasser frisch und verhindert Kalk- und Schmutzablagerungen, die sich nur schwer wieder entfernen lassen.

Um das Schwimmbecken nach der Winterpause in Betrieb zu nehmen, gibt es noch weitere Reinigungsmittel - zur Grundreinigung des Beckens, zur Entfernung von Schmutzresten und hartnäckigen Kalkablagerungen. Der Randreiniger beseitigt öl- und fetthaltige Ablagerungen.

Alle Reinigungs- und Pflegemittel sollten genau nach Vorschrift eingesetzt werden. Denn dabei handelt es sich zum Teil um sehr konzentrierte Mittel, die mit etwas Sachverstand eingesetzt werden müssen. Damit lassen sich Schwimmbäder mühelos pflegen - ohne die Folie, die Schwimmbadtechnik oder gar die Haut anzugreifen. Was man auf jeden Fall vermeiden sollte sind die scharfen Scheuerschwämme (Topfschwämme) mit denen schnell die Folienoberfläche so aufgerauht und beschädigt wird, dass sich der Schmutz nur umso besser festsetzt.

Zubehör für die Reinigung

Für die rein mechanische Reinigung, also für das Abfischen von hineingefallenen Blättern, für das Absaugen eingeschleppten Sandes vom Beckenboden und so weiter gibt es eine große Palette von praktischen Helfern, die vom Kescher für das Laub über die einfache Bodenabsaugung zum Anschluss an die Filteranlage bis hin zum vollautomatischen Schwimmbadreiniger, der sich wie ein Roboter über alle Bereiche von Beckenboden und Wänden hermacht.

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